Mobilität ist Lebensqualität
In der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Marienhospital in Bottrop werden mit hoher Kompetenz alle durch Verschleiß oder durch Unfall entstandenen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates behandelt. Durch die Zusammenführung der Abteilungen für Orthopädie und Unfallchirurgie im Jahr 2005 konnte die fachliche Kompetenz beider Fachgebiete entsprechend der neuen Weiterbildungsordnung für Chirurgie konzentriert werden.
In enger Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Hauses werden Patienten aller Lebensabschnitte umfassend betreut. So können angeborene Fehlbildungen des Bewegungsapparates (z.B. Klumpfuß oder Hüftdysplasie) bei Neugeborenen in Zusammenarbeit mit der Kinderklinik und der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe frühzeitig erkannt und umgehend behandelt werden. Zur Vermeidung perioperativer Komplikationen bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen arbeiten wir in enger Abstimmung mit unseren Abteilungen für Innere Medizin und Kardiologie. Unsere Abteilung für Anästhesie bietet neben den klassischen Narkoseverfahren alle modernen Formen der Regionalanästhesie an, um postoperative Schmerzen weitgehend zu vermeiden. Die Abteilung für Radiologie stellt alle für unser Fachgebiet wichtigen Diagnoseverfahren wie Röntgen, Computertomografie, Kernspintomografie, Sonografie und Angiografie zur Verfügung.

Die Behandlungsschwerpunkte der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Marienhospital Bottrop sind der endoprothetische Gelenkersatz an den Hüft-, Knie- und Schultergelenken bei Gelenkverschleiß. Auch Austauschoperationen gelockerter Gelenkprothesen werden häufig durchgeführt. Zum Auffüllen größerer Knochendefekte führen wir eine eigene Knochenbank. Die operativen Verfahren der modernen Fußchirurgie werden zur Korrektur von Fußdeformitäten eingesetzt. Das Leistungsspektrum umfasst die Korrektur eines Hallux valgus bis zur komplexen Korrektur einer Klumpfußdeformität oder Versteifungsoperationen am Sprunggelenk. Die arthroskopischen Operationen besonders an den Knie- und Schultergelenken werden in großer Zahl sowohl ambulant in unserem modernen ambulanten Operationszentrum als auch stationär vorgenommen. Hierzu zählen auch die Kreuzbandoperationen am Kniegelenk. An der Wirbelsäule werden mikrochirurgische Bandscheibenoperationen, Dekompressionen bei Spinalkanalstenose oder Versteifungsoperationen durchgeführt.
Zu den bisherigen Schwerpunkten der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am Marienhospital Bottrop ist in den letzten zwei Jahren durch die Einführung der Kyphoplastie als Weiterentwicklung der Vertebroplastie ein weiteres operatives Verfahren an der Wirbelsäule etabliert worden. Die Kyphoplastie ist ein minimal-invasives Verfahren zur Stabilisierung von Wirbelkörperbrüchen bei Osteoporose, bei Metastasen oder auch bei unfallbedingten Wirbelverletzungen. Das Verfahren lindert sehr verlässlich die frakturbedingten Schmerzen und erlaubt eine Wiederherstellung der Höhe des Wirbelkörpers bei frischen Frakturen. Hierdurch mindert die Kyphoplastie das Risiko einer dauerhaften Rundrückenbildung und die hierdurch bedingten Folgeprobleme. Gegenüber der Vertebroplastie sind die möglichen Komplikationen deutlich gemindert. In der Behandlung von Knochenbrüchen werden alle modernen konservativen und osteosynthetischen Verfahren eingesetzt.
Alle Patienten werden nach Operationen mit großer Kompetenz von den Mitarbeitern der Abteilung für Krankengymnastik und physikalische Therapie betreut.
In der Notfallambulanz und der berufsgenossenschaftlichen Ambulanz wer-den jährlich ca. 12.000 Patienten mit Verletzungen behandelt.